Partner


Im Projekt SeRoDi arbeiten vier Partner aus der Forschung mit zwei Anwendungspartnern zusammen. Außerdem wird die technische Entwicklung und in die Installation der notwendigen Infrastruktur in den Einrichtungen der Anwendungspartner von einem beauftragten Hersteller unterstützt.

Schematische Darstellung der Aufgaben der Projektpartner

 

Forschungspartner:

IAT der Universität Stuttgartunistgtiat-400x200

Das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart beschäftigt sich mit der integrierten Planung, Gestaltung und Optimierung innovativer Produkte, Prozesse und Strukturen. Unter Berücksichtigung von Mensch, Organisation, Technik und Umwelt erforscht und erprobt das Institut neue Konzepte des Technologiemanagements, der Arbeitsorganisation und -gestaltung. Die Arbeitswissenschaft mit ihrer Systematik der Analyse, Ordnung und Gestaltung der technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen von Arbeitsprozessen sowie ihren humanen und wirtschaftlichen Zielen ist dabei zentral in die Aufgabe des Technologiemanagements eingebunden. Arbeitsgebiete wie Strategische Planung, Organisationsentwicklung, Prozess-, Arbeitssystem- und Produktgestaltung sowie Personal- und Dienstleistungsmanagement werden am IAT im Rahmen des Technologiemanagements durch interdisziplinäre Forschungsteams ganzheitlich bearbeitet.

In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart wird universitäre Grundlagenforschung mit angewandter Auftragsforschung verknüpft und erfolgreich in zahlreichen Projekten mit der Wirtschaft praxisnah umgesetzt. Unter der kommissarischen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer arbeiten am IAT und am kooperierenden Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vorwiegend Ingenieure, Informatiker, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler – in vielfältigen Forschungsprojekten interdisziplinär zusammen.

Im Projekt SeRoDi betrachtet das IAT die Veränderungen durch den Einsatz von Servicerobotik aus der Perspektive der Dienstleistungsforschung. Es wird analysiert, welche Dienstleistungskomponenten des Service-Systems sinnvoll durch Servicerobotik unterstützt werden können und wie neue Lösungen in Hinsicht auf Produktivität und Qualität aussehen können.

ISW der Universität Stuttgart

Das Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart zählt international zu den führenden universitären Forschungsinstituten im Bereich der Steuerungstechnik – von der Planung bis zum Werkzeug. In enger Kooperation mit seinem Partnerinstitut Fraunhofer IPA forscht das ISW dabei interdisziplinär an Technologien für die Produktion und Automatisierung von übermorgen.

In SeRoDi beschäftigt sich das ISW mit der Fragestellung, inwiefern die Akzeptanz von Servicerobotern in unterschiedlichen Einsatzfeldern durch deren Design und Funktionsgestaltung beeinflusst wird und durch welche Maßnahmen eine gesteigerte Benutzerakzeptanz erzielt werden kann. Dafür sollen geeignete Gestaltungsprinzipien identifiziert und untersucht werden, mit denen den betroffenen Nutzergruppen die spezifischen Funktionen der Roboter vermittelt werden können.

Fraunhofer IPAFraunhoferIPA_Logo

Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA ist eines der größten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft und beschäftigt annähernd 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die in SeRoDi involvierte Abteilung „Roboter- und Assistenzsysteme“ gestaltet mit über 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Automatisierungslösungen für gewerbliche Anwendungen, den Dienstleistungsbereich sowie die Alltagsunterstützung von Privatpersonen. Die Abteilung zeichnet sich durch ihre langjährige Kompetenz in allen Themenfeldern aus, die für die Entwicklung von Robotersystemen sowie deren Schlüsseltechnologien benötigt werden. In der Servicerobotik stehen dabei Software-Bibliotheken für die 3D Erfassung der Umgebung mit verschiedenen Sensoren sowie für die Navigation und Manipulation mobiler Serviceroboter zur Verfügung. Viele dieser Komponenten werden bereits erfolgreich in der Praxis eingesetzt. Das Fraunhofer IPA ist auch bekannt für die Entwicklung innovativer Hardware-Plattformen, wie z.B. des Haushaltsassistenten Care-O-bot, der inzwischen bereits in der vierten Generation zur Verfügung steht.

In SeRoDi liegt die Aufgabe des IPA zum einen in der softwaretechnischen Umsetzung der ausgewählten Anwendungsszenarien. Als Basis für weiterführende Interaktionsfunktionen und Anwendungsszenarien werden zudem neue Technologien für die Objekterkennung, Umgebungs- und Personenerfassung sowie für das Greifen und Bewegen von Objekten entwickelt. Zum anderen arbeitet das IPA an der Weiterentwicklung der Roboter-Hardware, insbesondere für die Szenarien „Multifunktionaler Personenlifter“ und „Serviceassistent“ sowie für zukünftige Ausbaustufen des „Intelligenten Pflegewagens“.

Universität Greifswald, Institut für PsychologieUni-Greifswald

Das Institut für Psychologie als Teil der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald wird im Projekt SeRoDi vertreten durch Mitarbeiter im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Bornewasser (i.R.).

Die Forschungsschwerpunkte erstrecken sich über die Untersuchung von Personen, Prozessen und Organisationsbedingungen sowie die Evaluation von Veränderungsmaßnahmen. Praxispartner in den anwendungsorientierten Forschungsprojekten stammen aus den Bereichen der Industrie und der Dienstleistung, aus Krankenhäusern, der Polizei und der Verwaltung.

Aktuelle vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekte beziehen sich auf gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen wie dem demografischen Wandel und der zunehmenden Digitalisierung der Arbeit. Daraus ergeben sich unterschiedlichste Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen, unter anderem zur Flexibilisierung von Arbeitszeiten, zum betrieblichen Kompetenzmanagement, zur Gestaltung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen in der Industrie und der Dienstleistungsbranche, als auch zur Zusammensetzung von Arbeitsgruppen und deren Auswirkungen auf das Innovationsverhalten.

 

Anwendungspartner:

Altenpflegeheime MannheimAPH-Logo_NEU

Die Altenpflegeheime Mannheim GmbH ist ein Tochterunternehmen der Universitätsmedizin Mannheim. Neben vier Pflegeeinrichtungen gehören ein ambulanter Pflegedienst, eine Tagespflege sowie eine Altenpflegeschule zum Unternehmen. Das Gesamtunternehmen hat circa 400 Beschäftigte.

In unseren Einrichtungen und Diensten werden rund 500 pflegebedürftige Menschen betreut. Die Altenpflegeheime Mannheim bietet als attraktiver Arbeitgeber neben der leistungsgerechten Vergütung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, regelmäßige Fort- und Weiterbildungen und die grundsätzliche Möglichkeit der flexiblen Arbeitsgestaltung.

Als Projektpartner im Projekt SeRoDi ist die Altenpflegeheime Mannheim GmbH mit den beiden Einrichtungen Ida-Scipio-Heim und Seniorenzentrum Waldhof vertreten. Im Rahmen des Projekts wird an diesen Standorten der „intelligente Pflegewagen“ über mehrere Phasen hinweg im Pflegealltag getestet.

Universitätsmedizin Mannheimumm

Das Universitätsklinikum Mannheim verfügt als Krankenhaus der Maximalversorgung über ein breit gefächertes Spektrum in Diagnostik und Therapie. Einschließlich der Teilzeitkräfte sorgen rund 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 30 Kliniken und Instituten für die jährlich rund 76.000 stationären und teilstationären Patienten sowie 210.000 ambulante Patienten. Durch ein umfassendes Qualitätsmanagement wird die qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten dauerhaft sichergestellt. Für das Universitätsklinikum Mannheim und die Medizinische Fakultät Mannheim spielt neben der Krankenversorgung auch die Wissenschaft eine große Rolle. Neben den etab­lierten und hervorragenden Forschungsaktivitäten der Mannheimer Mediziner betei­ligt sich auch der Pflegedienst/Funktionsdienst an Forschungsprojekten.

Mit dem Forschungsprojekt SeRoDi werden  neue Erkenntnisse gewonnen, wie die pfle­gerischen und logistischen Arbeitsprozesse für die Zukunft weiter optimiert werden können. Mit Unterstützung der Projektpartner werden diese Ergebnisse analysiert und evalu­iert um die Auswirkungen des Einsatzes von Robotern in der Universitäts­medizin Mannheim im Pflegeprozess zu überprüfen. Im Vordergrund steht die strate­gische Ausrichtung um Pflegende bei der Erfüllung der täglichen Aufgaben so zu entlasten, damit Zeitressourcen für den Patienten ge­nutzt werden können.

 

Hersteller:

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MLR ist einer der weltweit führenden Anbieter für Intralogistik und Materialflusssysteme in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

MLR plant, baut und installiert automatische Warentransportanlagen (AWT) und fahrerlose Transportsysteme (FTS) für Neuanlagen sowie für bestehende Anlagen (Modernisierung, Erweiterung).

Die fahrerlosen Transportsysteme (FTS) von MLR verbinden die einzelnen Krankenhausbereiche und ermöglichen die zuverlässige, hygienische Ver- und Entsorgung auf allen Stationen. Die frei fahrenden Fahrzeuge übernehmen z.B. den Transport von Mahlzeiten und den Rücktransport des gebrauchten Geschirrs, den Transport von sauberer und schmutziger Wäsche, den Transport von Medikamenten, medizinischen Geräten und Sterilgut, ebenso den Transport von Abfall.